Pilates Prävention Kompakt, 28. & 29. August 2026

Intensiv Präventionskurs am Wochenende,

28. & 29. August 2026

In diesem Wochenendworkshop „Pilates Prävention Kompakt” für Anfänger:innen lernst Du die Bewegungs- und Haltungsprinzipien des Pilatestrainings kennen. Denn erst mit Hilfe dieser Prinzipien wird das Körpertraining erst zu dem, was es ist: “Contrology” – so wie es einst der Meister selbst genannt hat oder schlicht Pilates.

Anhand der zugrunde liegenden Prinzipien gehen wir Basisübungen des Pilates Trainings durch, die einer jeden Klasse zu Grunde liegen. Damit bist Du dann in der Lage, an Pilatesklassen mit Vorkenntnissen (geübte Anfänger) teilzunehmen und Dich unabhängig vom Trainer zu adaptieren. Zudem soll Dich das Wochenende dazu befähigen, Dich beim Üben daheim auf die wesentlichen Merkmale eines guten Pilatestrainings zu konzentrieren und Dich daraufhin auch selbst zu korrigieren.

Die insgesamt 10 Übungsstunden sind von Freitag- bis Samstagnachmittag verteilt. Dadurch können auch Berufstätige teilnehmen.

Tag 1: Freitags, 17:30 bis 22:00 Uhr

Die Pilates-Atmung: “Henkeleimer-Atmung”

Die Atemtechnik ist das 1. Pilatesprinzip und bildet die Grundlage in der Pilatespraxis. Sie strukturiert die Bewegungen und unterstützt bzw. fordert den Schüler bei der Durchführung der Übungen heraus.

Gezielte Aktivierung der tiefen Rumpfmuskulatur und Psoasdehnung

Das zweite Pilatesprinzip besteht aus zwei Aspekten. Der erste Aspekt ist die gezielte Aktivierung des “Kraftzylinders” in Verbindung mit der Pilatesatmung. Hierbei werden die anatomischen Zusammenhänge erläutert und das gezielte Ansteuern der tiefen Rumpfmuskeln geübt. Zugehörige Übungen wie “Dead Bug” und “Chest Lift” werden hierbei vermittelt und mit der Atmung synchronisiert. Dieser Teil in Verbindung mit Atmung bildet den Kern des Pilatestrainings, d.h. 90% der Übungen werden unter Anwendung dieser Prinzipien ausgeführt.

Der Psoasmuskel ist der einzige Muskel, der die Wirbelsäule mit dem Oberschenkel verbindet. Da wir in unseren Alltagsgewohnheiten sehr viel Sitzen, neigt dieser Muskel zur Verkürzung. Hinzu kommt, dass Pilatesanfänger mit diesem verkürzten Muskel gerne die Übungen im verlängerten Beinhebel ausführen, anstelle mit der tiefen Bauchmuskulatur. Das führt häufig dazu, dass etwaige Beschwerden in der Lendenwirbelsäule durch diese fehlgeleitete Übungspraxis zu noch mehr Problemen führen und das Pilatestraining dadurch kontraproduktiv wird. Daher wird im Rahmen dieses Prinzips auch auf die Bedeutung des Psoas eingegangen. Es soll der Unterschied gefühlt werden können, ob man die Beine mit Hilfe des Psoas angehoben hält oder mit Hilfe der Bauchmuskeln. Zudem wird gezeigt, wie dieser Muskel gedehnt werden kann.

Axiale Verlängerung der Wirbelsäule bei aktiver tiefer Rumpfmuskulatur

Die axiale Verlängerung ist der zweite Aspekt im zweiten Bewegungsprinzip. Es geht um die synergistische Verteilung der Muskelspannkräfte im gesamten Körper. Um das aufzubauen bedarf es eine gezielte Ansteuerung der tiefen Skelett-nahen Muskeln. Mit Hilfe der Multifidi entsteht ein inneres Strecken in der Wirbelsäule während der Übungen, was die Muskulatur kräftig und gleichzeitig dehnt. Langfristig praktiziert kann sich die Wirbelsäule dadurch besser aufrichten, die Bandscheiben werden weniger stark komprimiert und im Alltag fühlt man sich insgesamt länger. Die anatomischen Zusammenhänge und wie sich das anfühlt wird am Ende des ersten Workshoptags durchgenommen.

Tag 2: Samstags, 10:30 bis 16:00 Uhr

Artikulation der Wirbelsäule

Am zweiten Workshoptag werden die Bewegungsebenen und dazugehörige Formen der Wirbelsäulen-Bewegungen durchgenommen. Das entspricht dem dritten Pilatesprinzip, der sogenannten “Artikulation der Wirbelsäule”, d.h. das segmentale Bewegen innerhalb der gelenkigen Verbindungen der Wirbelsäule. Dies gelingt unter Anwendung der ersten zwei Pilatesprinzipien, die bereits am Freitag durchgenommen wurden und hierbei nun ihre Anwendung finden.

Teil 1 beschäftigt sich mit der Flexion, Teil 2 mit der Extension, Teil 3 mit der Rotation und Teil 4 mit der Lateralflexion. Entsprechend jeder Bewegungsrichtung der Wirbelsäule werden dazugehörige Pilatesübungen vermittelt.

Widerstand der Extremitäten gegen die Schwerkraft

Stützübungen leben vom Zusammenspiel der Stützmuskeln mit dem Kraftzylinder der tiefen Bauchmuskulatur. Innerhalb der faszialen Verbindungen in unseren Körpern sollten diese Muskelkette eigentlich “automatisch anspringen”. Doch aufgrund von Alltagsgewohnheiten, einer insuffizienten Stützmuskulatur etc. ist dieser Mechanismus bei Vielen häufig bereits ausgehebelt. Wir wollen in diesem letzten Teil des Workshops daher die tiefen Bauchmuskeln anfeuern und diesen Mechanismus wieder aktivieren. Zudem wird die korrekte Ausrichtung von Stützübungen im Schultergürtel, Nacken / Kopf innerhalb der einzelnen Pilatesübungen erklärt.

Abschließend wird es einen Ausgleich mit Dehnungsübungen für den Hausgebrauch geben und eine Tiefenentspannung.

Wann: 28.-29. August 2026

Ort: Unser Studio , Urbanstraße 131 10967 Berlin

Preis: 169 Euro

Die Anmeldung erfolgt über den Veranstaltungsort bei Frau Wiebke Schüssler unter wiebke@unserstudio.com